Eine Reise mit Mehrwert

Eine Reise mit Mehrwert

Zwei befreundete, junge Ehepaare aus München errichteten dieses Jahr während ihres Urlaubs einen neuen Kindergarten in Kenia. Afrika Urlaub einmal anders. Das sind Anne, Karina, Holger und Dominik: Vier Freunde – zwei Ehepaare, denen bewusst ist in welchen Verhältnissen sie in Deutschland leben und mit welch vergleichsweise unbedeutenden Alltagssorgen sie konfrontiert sind im Gegensatz zu vielen anderen Menschen fern der „First World“. Hilfe für Kinderheim in Kenia Die vier Freunde wollten daher dieses Jahr Ihren Urlaub in das Dorcas-Kindergarten-Projekt investieren. „So wie man ein Auto nur lenken kann, wenn es fährt, so lenkt auch Gott uns“, sagt Dominik, „aber wir müssen uns bewegen. Also haben wir uns entschieden, unseren Jahresurlaub für einen christlich-sozialen Einsatz zu nutzen, um so ein Kinderhilfsprojekt von Open Heaven zu unterstützen und beim Bau des neuen Kindergartens aktiv und direkt mitzuhelfen.“ Die Teammitglieder haben bereits Erfahrungen im Ausland gesammelt: Israel, Sambia, Südafrika. Sie alle haben über den Tellerrand hinaus geschaut und sind fasziniert von anderen Ländern und Kulturen – aber auch betroffen von Armut, Ungerechtigkeit und Chancenungleichheit im Vergleich zu Deutschland. Das Einsatzgebiet in Kenia Das kleine Dorf Kinango liegt in einer der ärmsten Regionen von Kenia. 67 Kilometer von Mombasa entfernt, im Landesinneren gelegen. Hier leben die 8.000 Einwohner zum Teil noch in Lehmhütten. Die Gegend um Kinango leidet unter ständiger Dürre, Nahrungsknappheit, mangelndem Trinkwasser und einer äußerst schlechten Infrastruktur. Der Großteil der Menschen hat schwer zu kämpfen, um das ländliche Leben dort zu meistern. Und besonders die Kinder sind diesen harten Bedingungen oft hilflos ausgesetzt, haben ihre Eltern verloren, landen auf der Straße oder geraten in die Finger finsterer Gestalten. Der neue Kindergarten...
Quinta Grace – eine junge Mutter

Quinta Grace – eine junge Mutter

Likoni. Sie sieht wie ein ganz normales Mädchen aus. Große Augen, lockige Haare und ein schüchternes Lächeln. Doch Quinta ist 14 Jahre alt, lebt in Likoni, dem großen Armenviertel von Mombasa (Kenia) und ist bereits Mutter eines Babys. Vor zwei Jahren wurde sie von ihrem Stiefvater missbraucht und schwanger. Die Schülerin brachte daraufhin ein Mädchen zur Welt, das wohl noch an den Folgen der Frühgeburt und Unterernährung leidet. Der Stiefvater hat sich inzwischen längst aus dem Staub gemacht und Quintas Mutter mit acht Kindern zurück gelassen. Das Älteste davon ist Quinta, die in Likoni an dem HOPE FOR HOPE Schulprojekt von Open Heaven teilnahm. Sie brach die Schule jedoch ab, versorgte zusammen mit ihrer Mutter ihr eigenes Kind sowie ihre sieben Geschwister. Das junge Mädchen drohte, ohne Bildung und Ausbildung, wieder im Sumpf des Armenviertels zu versinken. Doch das wollten Quinta, ihre Mutter und wir nicht. Das Mädchen drückte daraufhin wieder die Schulbank – dank der Hilfe unseres Schulpatenschaftprogramms. Mittlerweile hat sie alle Prüfungen erfolgreich abgeschlossen und geht auf eine weiterführende Schule, ca. eine Stunde entfernt. Eine riesen Chance für die junge Mama. Das stellt ihre Mutter allerdings vor eine große Herausforderung. Sie muss sich nun ganz alleine um ihre sieben Kinder und das Baby ihrer Tochter kümmern. Und das ist fast nicht möglich! Und so suchen wir einen Paten für die Familie, um der Mutter und ihren Kindern zu helfen: Sie dabei zu unterstützen, wenigstens genügend Essen und Trinken zu haben – was gerade für das kleine Baby sehr wichtig wäre und Quinta die Chance gibt, weiter zu lernen und in naher Zukunft einen Beruf auszuüben, der ihre...
Mit Apope und Allan im Steinbruch

Mit Apope und Allan im Steinbruch

Die Fenster sind kaputt und vergittert, das Dach aus Wellblech größtenteils zerstört und die Wände aufgerissen und durchlöchert. Nur die blaue Haustür aus Eisen scheint unversehrt, quietscht etwas, als Allan und Apope sie öffnen und mich begrüßen. Die beiden Jungs aus Likoni, ein großes Armenviertel südlich von Mombasa, wohnen mit ihrer Familie in dem Haus, das von außen betrachtet wie eine verlassene Ruine ausschaut – umgeben von Müll, trockenem Gestrüpp und Gras. Weiterlesen und komplette Fotoreportage hier unter Allan – Die ganze...
Winterhilfe für Indien

Winterhilfe für Indien

Indien erlebte den kältesten Winter seit Jahrzehnten Eisige Nächte und Minusgrade in Indien? „Nein, das kann doch nicht sein“, werden einige denken. Doch! Kalte Winter in Nordindien sind keine Ausnahme und haben bereits viele Todesopfer gefordert. Besonders im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh. Dort erfroren in den vergangenen Jahren über 400 Menschen. In der an Uttar Pradesh angrenzenden indischen Hauptstadt Neu Delhi leiden besonders die Armen unter dem Wetter. Denn die meisten Häuser und Hütten haben keine Heizung – und viele Menschen leben ohne Dach über dem Kopf im Freien. Da können Temperaturen unter zehn Grad mit eisigen Winden bereits lebensbedrohend sein. Zumal die indische Bevölkerung nicht über entsprechende Winterkleidung verfügt – wie dicke Jacken, Hosen oder Pullover. Viele haben noch nicht einmal eine wärmende Decke. Indien: Warme Decken retten Leben Da wollten wir von Open Heaven nicht länger nur zuschauen. Unsere Partner in Varanasi haben geholfen – mit warmen Wolldecken, die besonders in den ärmlichen Land- und Randgebieten um die nordindische Metropole verteilt wurden. Dank der Unterstützung einiger Spender kamen wir so auf über 100 Decken, die 100 frierenden und hilfsbedürftigen Menschen über den Winter helfen und Leben retten. Ein großes DANKE...
Christine und Gennadi in Afrika

Christine und Gennadi in Afrika

Unsere Reise nach Kenia im November 2013 war für uns eines der intensivsten und schönsten Erlebnisse der letzten Jahre. Es war so faszinierend, hin einzutauchen in eine völlig andere Welt, das Leben mit ganz neuen Augen zu sehen. Und etwas ganz besonderes war es für uns, so viele fröhliche und liebevolle Menschen zu treffen. Menschen, die zwar in Armut leben, aber eine solche Gastfreundschaft und Liebe vorleben, dass man sich gleich als Freund und Bruder willkommen und angenommen fühlt. Erfahrungen im Dorcas Kinderheim In unserer ersten Woche hatten wir die Möglichkeit das Dorcas Kinderheim in einem Dorf namens Kinango kennenzulernen. Die beiden Eltern des Kinderheimes, Jane und Jonathan Khakala, kümmern sich hier liebevoll um über 30 Kinder. Einige von ihnen sind bereits erwachsen und gehen aufs College oder studieren in Mombasa. Wenn man bedenkt, aus welchen Verhältnissen die Kinder kommen, wird einem erst richtig bewusst, wie wertvoll eine solche Ausbildung für die Zukunft der Menschen ist. Neben der Möglichkeit einer schulischen Ausbildung bietet das Heim den Kindern vor allem eines: ein echtes Zuhause. Wie in einer großen Familie spielen die Kinder zusammen, essen, machen Hausaufgaben und streiten ab und zu. Aber vor allem wird viel gelacht und gealbert. Wenn die großen Kinder vormittags zur Schule gegangen sind, haben wir mit den Kleinen gemalt, gespielt, Wäsche gewaschen oder einfach gechillt. Rechtzeitig zum Mittagessen sind auch die Schulkinder wieder erschienen. Für diese ging es allerdings nach dem Essen und einer kleinen Pause gleich wieder zur Schule bis zum späten Nachmittag. Zum Essen gab es meistens Ugali, einen afrikanischen Maisbrei mit verschiedenem Grüngemüse. Während die Kinder sich fast ausschließlich von Ugali ernährten,...