Zukunft für Bahati

Zukunft für Bahati

Ich treffe Bahati (15 Jahre) eines Abends am neuen Jugendcenter von Hope For Hope. Sie sitzt draußen mit ein paar anderen Kids und unterhält sich. Ich möchte sie ein bisschen kennen lernen, also nehme ich mir einen Stuhl und setzte mich neben sie. Ich fange an ihr Fragen zu stellen über die Schule, ihre Hobbies und ihre Familie um mir ein Bild von einem Leben eines Teenies in Kenia zu machen. Sie erzählt mir, dass sie in einer Tanzgruppe ist, viel Musik hört und sich gerne mit Freunden trifft, alles, was man als Mädchen in ihrem Alter halt so macht. Sie ist Einzelkind und lebt alleine mit ihrer Mutter, die Essen für die Arbeiter im Steinbruch verkauft. Als ich sie frage in welcher Klasse sie ist, sagt sie, dass sie gerade die Primary School abgeschlossen hat. Ich gehe davon aus, dass sie also jetzt im ersten Jahr der Secondary School ist, doch sie erzählt, dass sie zur Zeit gar nicht zur Schule geht, sondern ihrer Mutter bei der Arbeit im Steinbruch hilft. Ich frage sie weshalb sie nicht weiter zur Schule geht, ob es daran liegt, dass sie nicht will oder ob es einen anderen Grund gibt. Sie antwortet, dass sie unbedingt weiter zur Schule gehen möchte, um eine ordentliche Ausbildung und somit eine bessere Chance auf eine gute Arbeit zu haben, der Verdienst der Mutter im Steinbruch, umgerechnet 2 Euro am Tag, jedoch nicht reicht, um die Schule zu bezahlen. Sie lädt mich ein, sie am nächsten Tag bei ihrer Arbeit mit ihrer Mutter zu besuchen. Am nächsten morgen treffe ich mich mit Bahati an der großen Straße...
Christine und Gennadi in Afrika

Christine und Gennadi in Afrika

Unsere Reise nach Kenia im November 2013 war für uns eines der intensivsten und schönsten Erlebnisse der letzten Jahre. Es war so faszinierend, hin einzutauchen in eine völlig andere Welt, das Leben mit ganz neuen Augen zu sehen. Und etwas ganz besonderes war es für uns, so viele fröhliche und liebevolle Menschen zu treffen. Menschen, die zwar in Armut leben, aber eine solche Gastfreundschaft und Liebe vorleben, dass man sich gleich als Freund und Bruder willkommen und angenommen fühlt. Erfahrungen im Dorcas Kinderheim In unserer ersten Woche hatten wir die Möglichkeit das Dorcas Kinderheim in einem Dorf namens Kinango kennenzulernen. Die beiden Eltern des Kinderheimes, Jane und Jonathan Khakala, kümmern sich hier liebevoll um über 30 Kinder. Einige von ihnen sind bereits erwachsen und gehen aufs College oder studieren in Mombasa. Wenn man bedenkt, aus welchen Verhältnissen die Kinder kommen, wird einem erst richtig bewusst, wie wertvoll eine solche Ausbildung für die Zukunft der Menschen ist. Neben der Möglichkeit einer schulischen Ausbildung bietet das Heim den Kindern vor allem eines: ein echtes Zuhause. Wie in einer großen Familie spielen die Kinder zusammen, essen, machen Hausaufgaben und streiten ab und zu. Aber vor allem wird viel gelacht und gealbert. Wenn die großen Kinder vormittags zur Schule gegangen sind, haben wir mit den Kleinen gemalt, gespielt, Wäsche gewaschen oder einfach gechillt. Rechtzeitig zum Mittagessen sind auch die Schulkinder wieder erschienen. Für diese ging es allerdings nach dem Essen und einer kleinen Pause gleich wieder zur Schule bis zum späten Nachmittag. Zum Essen gab es meistens Ugali, einen afrikanischen Maisbrei mit verschiedenem Grüngemüse. Während die Kinder sich fast ausschließlich von Ugali ernährten,...
Report von Markus aus Kenia

Report von Markus aus Kenia

Dieses Jahr im Oktober hatte ich endlich einmal die Möglichkeit für zweieinhalb Wochen nach Mombasa, Kenia zu fliegen, um mir dort das Projekt HOPE FOR HOPE anzuschauen. Ich hatte schon viel über das Projekt durch Erzählung von Reg (dem Leiter des Projekts) und Anne Ländner (Patin des Projekts hier in Deutschland) gehört. Aber ich musste mal wieder feststellen, dass es einen riesigen Unterschied macht, ob man theoretisch von etwas hört oder es selbst erlebt und sieht. Ich bin immer noch tief beeindruckt von den Erlebnissen und Begegnungen. Die verschiedenen Bereiche des Projekts sind in den letzten zwei Jahren noch mal gewachsen und haben sich immer mehr etabliert – das Fußballprojekt, das Musikprojekt, das Essensprojekt, das Schulprojekt und neuerdings das Childhood-Rescue-Center – und Regie ist mit vollem Einsatz mittendrin. Fussballprojekt für Strassenkinder Das älteste Projekt ist das Fußballprojekt. Es ist toll zu sehen, dass es mittlerweile verschiedene Teams (sogar ein Mädchenteam) gibt und ein eigener Trainer für die Kinder da ist, wenn Regie mal keine Zeit hat. Die Kinder lieben Fußballspielen über alles und verbringen jede freie Minute mit dem Ball. Zu den regelmäßigen Fußballmatches kommen alle zusammen und feuern ihre Mannschaft an. Für die älteren Jugendlichen gibt es das Musikstudio, wo sie eine Plattform haben ihre eigene Musik zu produzieren, einfach abzuhängen oder zu tanzen. Viele reden die ganze Zeit über die neuste Musik und vom Traum irgendwann mal groß raus zu kommen. Manche der Songs schaffen es sogar wirklich in den lokalen Radiosender. Da das Studio für Tonaufnahmen total kaputt war und ich sehen konnte, wie sehr die Jugendlichen dort Musik lieben, haben wir uns entschieden kurzerhand einen neuen...