Ein Stück Himmel auf Erden schenken

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Mombasa könnte man in zweierlei Hinsicht als das Hamburg Kenias bezeichnen: Die Nähe zum Meer und die Tatsache, dass es sich um die jeweils zweitgrößte Stadt des Landes handelt. Abgesehen davon haben sie nicht sehr viel gemeinsam. Mombasa ist ein Schmelztiegel zahlreicher Probleme. Abseits von Massentourismus und traumhaften Stränden ist das alltägliche Leben der lokalen Bevölkerung oftmals ein Alptraum: Extrem hohe AIDS- und Armutsquoten, exorbitante Geburtenraten und immer mehr Naturkatastrophen und Dürreperioden lassen die Menschen, die zu 70% von der Landwirtschaft leben, zur Arbeitssuche in die Städte ziehen. Dort erwartet sie aber meist nur die Obdach- oder Arbeitslosigkeit der Slums auf sie. Somit ist auch für Kinder der letzte Ausweg die Straße, wie im angrenzenden Armenviertel Likoni. Und dort regiert neben Armut und Aids auch oft die Aggressivität. Ohne Bildung oder Ausbildung flüchten sich die Kinder und Jugendlichen zum Teil in die Welt billiger Drogen, was das Gewaltpotential und die Kriminalität nochmals steigen lässt. Keine Ziele, keine Hoffnung also? „Hoffnung ist das einzige, was uns noch bleibt, denn sonst bleibt den Leuten nicht viel“, so der 23-jährige Gründer und Leiter von Hope For Hope, Reginold Odhiambo. In Likoni aufgewachsen, hat er selbst die schwierigen Bedingungen durch- und erlebt, diese Phase aber gestärkt verlassen. Er weiß genau, wo die Probleme in seiner Heimat liegen und hat es sich vor Jahren zur Aufgabe gemacht, Strukturen in seinem Umfeld zu ändern und den heranwachsenden Kindern eine neue Hoffnung zu geben, damit die neue Generation nicht in den gleichen Strudel gerät.

Spielend Selbstvertrauen gewinnen

Alles begann mit einem Ball: Durch das Bereitstellen eines Fußballs, eines festen Trainings und regelmäßigen Turnieren brach für viele der Straßenkinder ein neues „Zeitalter“ an. Das Spiel förderte den Zusammenhalt, das Beachten von Regeln und vermittelte somit neue Ziele und ein Gefühl der Zugehörigkeit. Das Straßenkinderprojekt bestärkt somit die verwahrlosten Kinder in ihren Fähigkeiten, hält sie körperlich fit und bietet Raum, sich auszutauschen und Sorgen zu teilen. Besonders in Afrika ist die Faszination Fußball von klein auf zu spüren und bietet in der aktiven Ausübung eine zuvor nicht dagewesene Alternative zur Gewalt. Die Jugendlichen über verschiedene Altersklassen gewinnen nicht nur Turniere, sondern am Ende vor allem auch Selbstvertrauen für ihr weiteres Leben.

Schulpatenschaften und Essen

Kindergarten & Vorschule

Der Ball rollt in verschiedene Richtungen

Doch es ist nicht nur der Fußball, der bei Hope For Hope eine große Rolle spielt. Es gibt ein komplett ausgestattetes Tonstudio, in dem schon ein paar „Hits“ für das lokale Radio produziert wurden, eine Tanzgruppe, ein Youth Center, in dem sich die Jugendliche treffen können sowie ein Cildren Center, in dem die Kleinsten unterrichtet und mit Essen und Kleidern versorgt werden.

Hoffnung schenken

Fußball, Musik, aber auch die Perspektiven durch Schule, Bildung und Beruf sind Aspekte, die Halt, Sicherheit und auch „Hoffnungslosen“ wieder Hoffnung schenken. Zudem erhalten die zahlreiche Kinder regelmäßig eine warme Mahlzeit und ebenso gemeinsame Zeit geschenkt, in der erzählt, gespielt oder auch mal fern geschaut werden darf. Hope For Hope holt demnach die Kinder und Jugendliche auf ganz unterschiedlichste Art und Weise ab, aber immer genau dort, wo man sie am besten erreichen kann. Menschen mit großen Visionen und Wünschen, wie Reginold, hat die Hoffnung noch längst nicht aufgegeben, dass sich die Zukunft entscheidend für sein Land verbessert. Mit seinem Einsatz, seinem Talent, aber vor allem seinem Herz voller Frohsinn, Herzlichkeit und Ideen ist es zu verdanken, dass das Projekt weiter an Fahrt aufnehmen kann und immer mehr Kinder und Jugendliche in Afrika davon profitieren können.

Eine neue Generation mit Perspektive

Die große Vision ist, dass sich Teile von Hope For Hope am Ende sogar selbst tragen oder Erlöse erzielen können, wie z.B. das Musik-Projekt oder der Saftverkauf. Für die Essensausgabe, Schulgelder und den Aufbau bzw. Unterhalt der vielen Programme sind aber noch viele Ressourcen nötig, um das Projekt nach dem erfolgreichen Start am Laufen zu halten. Um das Projekt weiter aufzubauen, brauchen wir weitere Spender, Sponsoren oder auch einen lokalen Fußballverein, der an einem Austausch interessiert wäre. Sie können mithelfen, sei es durch eine einmalige Geld- oder Sachspende oder eine regelmäßige Unterstützung wie auch durch eine Kinderpatenschaft. Neben den laufenden Kosten sind in der nächsten Zeit folgende Investitionen geplant: Der Bau einer neuen sanitären Anlage für das Children Center, eine Rutsche für die Kids und die Möglichkeit, das erste professionelle Musikvideo zu drehen.

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Foto-Reportage: Ein Tag im Steinbruch mit Allan (12) und seinem kleinen Bruder Apope (7)

Die Fenster sind kaputt und vergittert, das Dach aus Wellblech größtenteils zerstört und die Wände aufgerissen und durchlöchert. Nur die blaue Haustür aus Eisen scheint unversehrt, quietscht etwas, als Allan und Apope sie öffnen und mich begrüßen. Die beiden Jungs aus Likoni, ein großes Armenviertel südlich von Mombasa, wohnen mit ihrer Familie in dem Haus, das von außen betrachtet wie eine verlassene Ruine ausschaut – umgeben von Müll, trockenem Gestrüpp und Gras.

Doch die Ruine ist das Zuhause von Allan (12 Jahre alt) und Apope (7), die mich mit ihren kleinen, verschlafenen Augen anschauen und hinein bitten. Es ist sieben Uhr, die Sonne brennt und lässt die Luft über der Baracke flimmern. Von der Tür geht es in einen kleinen Hof, dort sitzt ihr Papa Tom auf einem gelben Plastikeimer und backt Fladenbrot. Er lacht mich an. Ich begrüße ihn, bedanke mich dafür, dass ich ihn, seine Frau Jennifer und seine beiden Söhne heute den ganzen Tag begleiten darf – und zwar in den Steinbruch. Dort arbeitet die gesamte Familie.. Jetzt weiterlesen >>

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